Farbcodierung nach Mary Hill

Ich habe über die Jahre immer wieder Probleme gehabt meine Unterlagen sinnvoll zu ordnen und abzulegen. Ich habe mir immer mehr Übersichtlichkeit auf den ersten Blick gewünscht, ohne mir wirklich eine Lösung für das Problem zu überlegen. Wie ich nun herausgefunden habe, gibt es eine solche Lösung bereits: die Farbcodierung nach Mary E.V. Hill.

Da ich auf deutschen Webseiten lediglich Hinweise dazugefunden habe, dass das System genutzt wird, aber nicht, wie es genau anzulegen ist, habe ich hier die Grundlagen aufgeführt.

1. Erstellen eines Stammbaums mit 5 Generationen (Proband + 4 Generationen).

2. Zuordnung je einer Farbe (rot, blau, gelb, grün) zu einem der Großelternteile.

3. Markierung der ersten beiden Generationen entsprechend der Kombinationen aus den Farben.

4. Vorhandene Unterlagen werden nun in temporäre Boxen mit  den vier Familiennamen der Großeltern und der dazugehörigen Farbe sortiert. (Achtung Mädchennamen der Großmütter verwenden!).

5. Zurück zum Stammbaum. Analog zu dem Farbcode des jeweiligen Familiennamens werden nun die Familien mit der Farbe markiert (eingekreist).

6. Mary Hill schlägt nun ein Hängeregister vor, denkbar wären aber natürlich auch Ordner mit der jeweiligen Farbcodierung. Je Farbe kommen hier 4 Hängeregister hinein, die mit den Namen der 16 Alteltern (Ururgroßeltern) beschriftet werden. Die Reiter kommen ganz nach links auf die Register.

7. In jeden Ordner wird ein ausgedrucktes Exemplar des 5-Generationenstammbaums gelegt. Dieses soll dazu dienen, dass man alle darin enthaltenen Personen gleich griffbereit aufgelistet hat. Auf den Ausdrucken werden mit Textmarker die enthaltenen Personen in der entsprechenden Familiennamenfarbe markiert. Bspw. wären also auf dem Ausdruck im ersten gelben Ordner 3 Personen markiert.

8. Nun wird für jeden Namen ein eigener Aktendeckel angelegt. Da sich die Namen in einer Familie oft wiederholen, ist es hilfreich, nicht nur Vor- und Zunamen darauf zu notieren, sondern zusätzlich noch das Geburtsjahr und evtl. den primären (relevanten) Ehepartner, sowie natürlich die Familienfarbe. Die Aktendeckel werden in den jeweiligen Hängeordnern alphabetisch einsortiert.

9. Sämtliche Unterlagen werden in die entsprechenden Aktendeckel einsortiert, inkl. Familiengruppenblättern, Recherchenotizen, To Do Listen etc. So hat man zu einer Person immer alle Unterlagen griffbereit.

10. Nach Bedarf werden neue Hängeregister und Aktendeckel angelegt. Also immer dann, wenn eine weitere Generation angelegt wird (Hängeregister) oder weitere Personen entdeckt werden (Aktendeckel).

Bei der praktischen Umsetzung bin ich auf ein paar Stolpersteine gestoßen, für die ich mir eigene Lösungen überlegt habe. Die meisten haben damit zu tun, dass ich einen weit verzweigten Verwandtschaftsbaum habe, nicht nur einen einfachen Stammbaum.

Deswegen hier noch einige Tipps und Hinweise:

11. Geschwister, die ich aktuell nicht weiter verfolge, bekommen von mir nicht alle einen eigenen Aktendeckel. Stattdessen lege ich sie gesammelt (Klarsichthülle) in den der Mutter.

(Mary E. Hill hat hierfür Hängeregister angelegt, bei denen die Reiter mittig platziert sind.)

12. Die Dateien auf meinem Computer habe ich nach selbigem Vorbild umgeordnet. Also Ordner mit den vier Großeltern-Nachnamen angelegt und von da weitere Unterordner. Die Dateien für Geburt, Heirat etc. sind in den Ordnern der Einzelpersonen lediglich verknüpft. So spare ich Speicherplatz. Die Dateien sind alle nach demselben Schema benannt und gesondert abgespeichert. (siehe Ablagessystem für PC-Dateien – folgt)

13. Heiratsurkunden habe ich extra kopiert, damit sie nicht nur beim Mann (oder der Frau) zu finden sind.

14. Die Personen der direkten Linie bekommen bei mir einen extra Punkt (Familienfarbe) auf den Aktendeckel. Nur als kleine Orientierungshilfe.

15. Mary E. Hill empfiehlt ein eigenes Hängerregister für die Nachkommenlinie mit gesonderter Farbe.